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Monat: April 2015

Kennt ihr der Welt kleinstes Königreich?

„Romkerhall, im Harz“, antwortete mir mein Schwager Elmar gelangweilt. „Wird jedenfalls behauptet. Stimmt aber nicht. Dieses Königreich ist ein Fake, eine Erfindung findiger Kaufleute, ein Werbegag, pure Phantasie und sonst gar nichts. Aber wie ich Dich kenne, willst Du mir bestimmt irgendetwas mit Sardinien unterjubeln.“  Elmar war stolz darauf, in seinem Touristendasein über 100 Länder bereist zu haben, und er hatte dabei ein beachtliches Faktenwissen angehäuft. Es war so gut wie unmöglich, ihn mit erdkundlichen Wissensfragen in Verlegenheit zu bringen. Er war dann auch ganz fix dabei, das Thema zu googeln und präzisierte triumphierend: „Auch in Sardinien gibt es das...

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Typisch für mein Sardinien: Einmalige Erlebnisse!

Wer meinen Blog liest, wird bestätigt finden, dass Sardinien immer wieder für ungewöhnliche Erlebnisse gut ist. Diese Geschichte ist ein weiteres Beispiel. Sie erzählt, wie ich in den Besitz eines einzigartigen Dokuments gekommen bin. Es war der 1. September 1997. Vor wenigen Tagen noch hatte Lady Di bei meiner Freundin und Starköchin Rita Denzer im Ristorante Gallura gespeist und war dann, wir wissen das alle, vom Airport Olbia nach Paris geflogen und dort verunglückt. Während damals die ganze Welt noch in heller Aufregung war, das Unglück bedauerte und mit ihrem Tod haderte, bat mich mein Freund Salvatore zu sich. Nach der üblichen Begrüßungszeremonie setzte er eine Miene auf, die ich nicht von ihm kannte. Er wurde ganz ernst, legte mir ein paar DIN-A4-Blätter auf den Tisch und fragte mich, was ich davon halte. Es seien Kopien, die es nur in einer einzigen Ausfertigung gäbe. Da wir nie auch nur ein einziges Mal schriftlich verkehrt hatten, war ich einigermaßen verblüfft. Was hatte er da? Was veranlasste ihn, mich deswegen zu sich zu bitten? „Herrjeh, das ist ja eine Passkopie von Lady Di“, staunte ich nicht schlecht, „wo hast Du die denn her?“ Ich wusste, dass Salvatore als Carabiniere Dienst auf dem Flughafen von Olbia tat und als solcher mit der Passkontrolle zu tun hatte. Der Ursprung schien damit geklärt. Ich nahm die Kopien in die Hand, las und traute meinen Augen...

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Oh wie schön! Ostertage – Ostereier – Osterhasen – Osterferien

Ostern steht vor der Tür! Wie schön! Da freue ich mich auf frühsommerliche Temperaturen in Sardinien, denke an Wärme, Sonne, Urlaub und natürlich an Ostereier und -hasen.  Apropos Hasen: Schon mal was vom Sardischen Pfeifhasen gehört? Nein?  Müssen Sie auch nicht kennen, denn er gehört zu den Besonderheiten der Insel. Es gab ihn weltweit nur auf Sardinien und Korsika, und dort hatte er einen schweren Stand: Der niedliche, schwanzlose Nager mit Hasenkörper und Mäuseohren wurde nämlich bereits zu Zeiten der Nuragher von der einheimischen Bevölkerung als Eiweißlieferant geschätzt und gnadenlos in die Kochtöpfe verfrachtet. Er hat es trotzdem noch bis...

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Andere Länder – gleiche Sitten

Ich hatte schon in meinem Schildkrötenblog davon berichtet, auf welche tierischen Überraschungen man in Sardinien gefasst sein muss. Was aber sagen Sie dazu: Hatten Sie schon einmal das Vergnügen, Ihren Pool mit einem Wildschwein teilen zu müssen? – So ein Unsinn geht nicht? – Geht doch! Lesen Sie hier: Das Wetter gegen Ende März/Anfang April ist in Sardinien keineswegs – wie bei uns – der Auftakt zu launisch-üblem Winterausklangwetter. Im Gegenteil, meistens ist es warm und für unser Empfinden richtig sommerlich. Ich beschloss daher, schwimmen zu gehen und teilte das meinem Freund Pino mit, den ich eigentlich hatte treffen wollen. Sarden sind, was Termine und Verabredungen anbetrifft, durchaus flexibel, und darum signalisierte er mir ohne wenn und aber sein Einverständnis. Minuten später rief ich ihn erneut an und meldete, dass Schwimmen unmöglich sei: „Der Pool ist leider besetzt.“ Ein Schwein schwimme darin umher. Am Ende der Leitung herrschte erst Schweigen. Er sagte ein paar endlos lange Sekunden gar nichts. Damit hatte er offenbar nicht gerechnet. Dann, und noch immer war ihm die Überraschung anzumerken, hakte er nach: „Un animale? Maiale, cinghiale?“ – „Ein Wildschwein“, präzisierte ich, „ein kapitaler Keiler!“ Auf die Frage, warum der Keiler baden gegangen sei, mutmaßte ich, dass das Tier wohl Pool mit Suhle verwechselt hätte. Nein, das Biest lebe. Es sei nicht ertrunken, erklärte ich auf weiteres Nachfragen, es schwimme noch immer munter im Pool...

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