Inside Sardinien

Der Trend, hört man, ginge zum Ferienhausurlaub. Freut mich! Schließlich ist es kein Geheimnis, dass mein Herz noch nie für Hotels geschlagen hat. Für die kleinen nicht, und schon gar nicht für die großen. Die Vorteile von privaten Urlaubsquartieren hingegen lagen für mich stets klar auf der Hand. Der Mehrheitsgeschmack aber urteilte damals anders. Sollte er doch! Mir war es recht, nicht im Mainstream zu schwimmen.

Touristenhoch- und Bettenburgen waren angesagt. Der Run auf die Liegen am Pool, das Gedrängel am Buffet, die omnipräsente Animation für Kinder und Erwachsene, das Reih-und-Glied-Respektieren am Strand: All das war Teil einer Zeremonie, die den Feriengeschmack über viele Jahre geprägt hat. Heute hat sich das anscheinend geändert.

Meine Überzeugungsarbeit findet anscheinend immer mehr Anhänger: Weg von „pauschalen“, hin zu „individuellen“ Ferien! Dabei sind die Vorteile von Privatquartieren ganz klar zu erkennen. Zwanglos urlauben, selbstbestimmt und frei! Keine festen Essenszeiten, keine Kleider-, keine Hackordnung, keine Selbstdarstellung, kein Zwang zum Smalltalk mit Nachbarn und auch kein geheucheltes Verständnis für die Unarten fremder Kinder. Die Liste ließe sich fortsetzen, von „A“ wie Animateur bis „Z“ wie „Zwangsbespaßung“. Das war nie mein Traum von Ferien!

Was ich will, ist einfach nur tun und lassen zu können, was mir und den Meinen gefällt. Individualist sein eben! Im Meer schwimmen ja, im Mainstream nein!

Darum, nur darum habe ich Sardinien entdeckt! Urlaub im Ferienhaus ist die entspannte Variante. Da kann ich mir meine Zeit so einteilen, wie mir das gerade passt.

Richtig spät aufstehen? Na klar, mir entgeht ja nichts. Weder vermisse ich das Morgenbuffet noch den Kampf um eine Strandliege. (Auf Rührei, Schinken und andere Dickmacher zu pfeifen, fällt mir mit Blick auf die Kalorientabelle besonders leicht.) Lieber bummele ich zum Bäcker, decke mich mit frischen Cornetti ein und frühstücke italienisch, ganz entspannt auf der Terrasse meines Hauses sitzend. Ein Tag, der so beginnt, kann eigentlich kaum noch schiefgehen.

Ich lehne mich zurück und stelle mir einen Augenblick vor, wie es wäre, meinen Tisch mit Touries teilen zu müssen, die ihren Gören jede Unart nachsehen, meinen eigenen Nachwuchs aber schon bei kleinen Vergehen pädagogisch maßregeln und dabei die Stimmfrequenz vorwurfsvoll erhöhen, damit auch ich als Papa mein Fett abbekomme.

Weil ich gestern bei sardischen Freunden einen promillegesättigten, feuchtfröhlichen Abend genossen habe, beschließe ich, erst einmal gar nichts zu tun.  Meine Freunde hingegen machen sich derweil an die Costa Smeralda auf, weil dort die „Lady Moura“ angelegt hat. Das ist das über 100 Meter lange Jachtungetüm eines saudischen Prinzen, der als Interessent für die 500-Millionen-Villa von Silvio Berlusconi gehandelt wird.

Alles kein Problem: Wir haben ja ein Auto dabei, und jeder kann tun und lassen, was er will.  Abends treffen wir uns wieder. Ich habe mich bestens erholt. Gut gelaunt fahren wir in eine kleine Pizzeria. Hier geht es richtig italienisch zu. Rammelvoll, fast nur Einheimische, lautstark. Dann kommt sie, „meine“ Pizza-Marinara! Hauchdünn, knusprig, mit feinem Geschmack nach Knoblauch, Origano und Sardellen … Herrlich!

Dieses Erlebnis würde ich um nichts auf der Welt gegen ein „Kapitänsdinner“ auf der „Mein Schiff soundso“ eintauschen. (Dabei bescheinigen mir meine Freunde, dass ich mit meinem cognacfarbenen Smoking jeden Käp‘ten alt aussehen lassen könnte.)

Spät abends geht es wieder nach Hause. Ein Absacker auf der Terrasse. Dazu noch Vollmond, im Hintergrund die Venus! Beide werfen ihr Licht über das jetzt ganz ruhige Meer. Die Glücksfee meint es gut mit uns. Mein Schwager kramt seine Guitarre raus. Die „alten Schinken“ kommen zu neuen Ehren. Von „Hey Jude“ bis „Wir lagen vor Madagaskar“. Schließlich noch die „Internationale“! Wir singen, wir stören niemanden, wir sind glücklich. Morgen geht’s weiter. Mal sehen. Vielleicht ein Tag am Strand mit Dinner an der Tavernetta. Wir lassen das ganz entspannt auf uns zukommen. Es ist herrlich, so ungebunden zu sein!

Soll ich diese Art Urlaub eintauschen gegen ein Hotelzimmer oder eine Kreuzfahrer-Kabine? Nur damit ich nicht selber kochen, nicht abwaschen, nicht einkaufen, mich um nichts kümmern muss? Nein, niemals, aber zugegebenermaßen ist das Geschmackssache.

Passiert ist das alles im letzten Sommer. Ich erzähle es im Präsenz, weil sich die Geschichte so oder in ähnlicher Form wiederholt. Jahr für Jahr erleben das unsere Ferienhausgäste. Es muss ja nicht unbedingt mit der „Lady Moura“ und der „Internationalen“ sein. (Die passen eh nicht zusammen.) Das Besondere zuzulassen, darauf kommt es an!

Gerade habe ich in irgendeiner Gazette gelesen, dass der Pauschaltourismus out ist. Der Trend ginge zum Individualtourismus. Ab sofort bin ich also in, schwimme in Mehr und Mainstream. Das wollte ich eigentlich nicht. Meer hätte mir gereicht!

Das hat man davon, wenn man das Missionieren nicht lassen kann.

Mit einem sardischen “Adiosu” verabschiedet sich für heute

Joachim Waßmann

Wem ich jetzt Appetit gemacht habe, den lade ich ein, auf unserer Homepage zu stöbern. Die Zahl der Ferienhausbuchungen wächst ständig. Doch was ist es, das den Urlaub in einem Ferienhaus für viele immer attraktiver macht?

Neben der großen Unabhängigkeit spielt in einigen Fällen sicher die Nähe zur Natur eine Rolle. Andere lassen sich von der Möglichkeit überzeugen, ihre Haustiere mitbringen zu können. Für die Planung des nächsten Urlaubs lohnt es sich in jedem Fall, alles mit uns zu besprechen. Das Angebot ist groß und lässt sich auf die eigenen Wünsche und finanziellen Möglichkeiten zuschneiden. Vorab habe ich Ihnen schon einmal 3 Häuser herausgepickt. Als Einstiegshilfe sozusagen.

Tipp 1: Meerblick und Pool

Tipp 2: Pool-Bungalow

Tipp 3: Haus an den Dünen

 

 

 

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