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Monat: Februar 2016

Mit 50 Cent eine Insel kaufen!

Wie groß wird wohl das Grundstück sein, das man für einen halben Euro kaufen kann? Mehr als eine Handvoll Erde? Aber alles der Reihe nach. Es geht um die Insel „Budelli“. Die ist zwar ein gottverlassener Felsen im Inselarchipel rings um die Insel La Maddalena in der Straße zwischen Korsika und Sardinien, aber keineswegs ein Aschenputtel. Im Gegenteil! Eine echte Berühmtheit ist sie ob ihrer unglaublichen Schönheit und ihrer rosafarbenen Strände. „Pink Island“ wird sie darum auch genannt, und in den 60-er Jahren war sie Schauplatz eines Spielfilms, den der Starregisseur Antonioni gedreht und liebevoll „Deserto rosso“ genannt hat. Dass eine solche Superinsel Begehrlichkeiten weckt, verwundert nicht. Als die Insel zum Verkauf stand, schlug im Oktober 2013 die Stunde für einen Banker aus Neuseeland. Er bekam für 2,9 Millionen Euro den Zuschlag und erwarb dafür ein immerhin 1,6 Quadratkilometer großes Eiland. Leben gab es wenig auf der Insel, wenn man von einigen Wildkaninchen und Vögeln absieht. Menschen mochten vor langen Jahren hier gelebt haben. Einige Ruinen zeugen davon. Der einzige verbliebene Hominide war ein Zuwanderer. Er hatte 1989 vor der Insel Schiffbruch erlitten, hatte sich auf die Insel gerettet und sie seitdem nicht mehr verlassen. Dankbar ob seiner Rettung hat er sich als moderner Robinson der Aufgabe verschrieben, der Schönen dadurch zu danken, Recht und Ordnung auf der Insel zu wahren, womit die Einhaltung aller Vorschriften und Auflagen der Naturschützer...

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Sardinien – Musik wie vor 3000 Jahren

Wer erinnert sich nicht an „Kleopatra“, an „Ben Hur“, an „Spartakus“ und all die anderen Monumentalschinken? Sie zeigen uns – natürlich in dichterischer Freiheit – wie damals gelebt, geliebt und gestorben wurde. Das ist möglich, weil es unzählige Quellen gibt, die es erlauben, das Leben im alten Rom nachzuzeichnen. Wie aber ist es z.B. mit den Fanfarenstößen in den Filmen? Sie sollen uns suggerieren, dass so römische Wettkämpfe eingeläutet wurden. Stimmt das? Welche Quellen geben über römische Melodien Aufschluss? Die Antwort ist ernüchternd: Keine. Es gibt zwar schon bei Platon und Aristoteles Abhandlungen über Musik, aber nicht ein einziges musikalisches Zeugnis. Eigentlich logisch; weil Musik damals weder aufgeschrieben noch aufgenommen werden konnte. Fehlt ein Konservierungsmedium, ist Musik flüchtig wie ein Vogelschrei. Darum wissen so gut wie nichts über die Anfänge der Musik. Wir dürfen vermuten, dass Menschen zu allen Zeiten gesungen und musiziert haben. Die Gesänge aber kennen wir nicht. – Wirklich? Wer hören will, wie vor Tausenden von Jahren gesungen wurde, muss sich nur nach Sardinien aufmachen! Dort hat die Tradition archaische Klänge und Melodien konserviert, die im Canto a Tenore mindestens 3000 Jahre überlebt haben. Das sind Gesänge sardischer Hirten, aus der Not geboren. Jahr für Jahr mussten die Schäfer ins Gebirge ausziehen, um ihre Herden weiden zu können. Sie waren dann ein volles halbes Jahr ohne Kontakt zu ihrem Dorf, und Frauen und Kinder waren sich...

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Sport und Urlaub – das passt!

Anscheinend verharrt Sardinien in einer Art Dornröschenschlaf. Ich komme darauf, weil es immer noch Mitbürger gibt, die mit Sardinien so gut wie gar nichts verbinden und mich fragen, wo „das“ denn liege. Wenn ich dann „Mittelmeer, Italien“ antworte, höre ich oft ein Überraschtes „Also nicht in der Karibik?“

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