Wie schon in einem vorherigen Blog erwähnt, ist Ostern auf Sardinien die Verschmelzung christlicher Riten mit heidnischen Traditionen. Die liturgischen Feierlichkeiten beginnen am Palmsonntag und steigern sich düster bis zum Karfreitag, um in der Osternacht mit der Auferstehung des Gekreuzigten in Freude förmlich zu explodieren. Wer das einmal miterlebt hat, wird es nie vergessen.

Ostersonntag ist alles in Familie und Montag dann alles vorbei. Natürlich gibt es zu Ostern auch Osterhasen, -eier und -lämmer. Und ganz besonders schöne Natur im Frühlingserwachen.

     

Die vielen Schafe und Lämmer sind nicht nur zu Ostern eine wahre Freude.

Mal abgesehen von dem Osterlammbraten zu den ausgiebigen Feierlichkeiten um diese Zeit sind die Schafe auf Sardinien nicht nur Nutzen und Existenz, sondern auch sehr schön anzusehen. So erfreuen sich doch gerade immer wieder Kinder an diesen süßen Tieren und sie laden zu einem Urlaub in ländlicher Umgebung ein.

Neben der Schafzucht steht auch die Käseproduktion für den beliebten Agriturismo bei vielen Schäfern auf dem Programm. Die meisten von ihnen gehen mit ihrem landwirtschaftlichen Beruf einer Familientradition nach. Im Laufe der Jahre haben sie sich zusätzlich Verdienstmöglichkeiten zu der Schafzucht und den Lebensmitteln wie Käse, Fleisch und Wurst aufgebaut.

Der Agriturismo bietet da gute Möglichkeiten das Traditionelle an Urlauber und Touristen weiterzugeben.
Allerdings gibt es auch noch ein paar Dinge, die sich anbieten und so noch nicht zu finden sind. So könnte man einen Schäfer zb einen Tag bei der Arbeit begleiten. In Deutschland gibt es derart geführte Touren bereits. Und Lämmer mit den Kindern ansehen und füttern ist auch immer sehr beliebt. Da ist also noch potential für mehr.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein wunderschönes Osterfest.

Mit einem sardischen “Adiosu” verabschiedet sich für heute

Joachim Waßmann

Haus Nummer 113/4  ist eine umgebaute Schäferhütte als Urlaubstipp. Alternativ können wir auch die Nummer 253 sehr empfehlen.