Das ging mal wieder durch alle Medien und begeisterte die Massen: Orlando splitternackt und kniend hinter Katy Perry auf einem Standup-Paddler! Da swingt der Gute dideldum und fährt damit im Kreis herum …

Ob er damit bei ihr Eindruck schinden konnte? Wir wissen es nicht. Die für die Beurteilung wichtigen Körperpartien waren für Normalsterbliche leider weggepixelt. Auch der Gesichtsausdruck seiner Herzdame lässt keinen Rückschluss zu, weil eine Sonnenbrille eventuelle Begeisterung verdeckt. Schwamm drüber! Lady K. und der Pixel-Pimmel sind nur eine Randnotiz wert. Bedeutsamer ist die Frage, ob damit Grenzen überschritten wurden:

War das erlaubt? War es eine Ordnungswidrigkeit? Ein strafwürdiges Vergehen?

„Erregung öffentlichen Ärgernisses“ würde ich ausschließen, denn abgesehen davon, dass es diesen Tatbestand so nur in Deutschland gibt, hat sich die „Öffentlichkeit“ darüber gewiss nicht geärgert, sondern allenfalls gewundert.

Da zum Tatzeitpunkt kein Ordnungshüter vor Ort war, um das Corpus Delicti zu sichern, scheidet die allerorts diskutierte Strafverfolgung sowieso aus. Ein Freispruch aus Mangel an – handfesten – Beweisen wäre dabei herausgekommen. „Insabbiato“ nennt der Italiener das Ende eines solchen Verfahrens, „versandet“ bzw. ergebnislos wie das Strafverfahren um den illegalen Pontifex, über den ich berichtet hatte.

Was aber wäre passiert, wenn der nackte Orlando erwischt worden wäre? Hätte er Promibonus bekommen? Oder hätte man ihm angesichts des schlaffen Schniedels mildernde Umstände zugebilligt? Bestimmt nicht! Die Ordnungshüter hätten dem Recht genüge getan und den verliebten Jüngling trotz der Fürbitten seiner Liebsten zur Kasse gebeten, denn:

Im Papstland ist das öffentliche Darstellen primärer Geschlechtsteile generell verboten. Die sekundären Merkmale dagegen befinden sich in einer Grauzone. Wer sich am Strand oben ohne sonnt, hat nichts zu befürchten. Danach ebenso busenfrei an die Strandbar? Da könnte es passieren, dass man gebeten wird, sich zu bedecken. Eine Strafe hat man nur dann zu befürchten, wenn man sich widersetzt und mit dem Kopf bzw. Busen durch die Wand will.

Bei all diesen Tatbeständen spielt die „Öffentlichkeit“ die entscheidende Rolle. Wer sich am gut besuchten Budonistrand zum Beispiel ein geschütztes Plätzchen in den Dünen sucht, bleibt – von der „Öffentlichkeit“ ungesehen – folglich auch unbestraft. Auch wer sich an kaum besuchten Stränden seine kleine Nische sucht, darf dort getrost alle Hüllen fallen lassen.

 

Und: Am eigenen Pool ist man sowieso sein eigener Herr!

     

Wer hingegen das Haus mit Garten und Meerblick bucht, hat einen passenden Strand sogar direkt vor seiner Gartentür!

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Daher: Auch FKK-ler brauchen sich bei uns nicht zu sorgen! Es erfordert nur ein bisschen Fingerspitzengefühl, um nicht wie der nackte Orlando schniedeldideldumm dazustehen.

Mit einem sardischen “Adiosu” verabschiedet sich für heute

Joachim Waßmann

PS von Ostern 2017: Folgenden Beitrag aus dem OK! Magazin zitiere ich hauptsächlich des schönen Wortspiels wegen. Lassen Sie’s sich auf der Zunge zergehen: „…Orlando Bloom paddelt splitterfasernackt im Liebesurlaub mit Katy Perry, 32 – und das Netz rastete aus. Der 40-Jährige ließ während seines Urlaubs auf Sardinien nicht nur seine Seele baumeln, sondern auch sein bestes Stück. Nun, über ein halbes Jahr später, äußerst er sich erstmalig zu den pikanten Schnappschüssen.

Die BUNTE berichtet ausführlich, das er sich niemals in diese Situation gebracht hätte, wenn er geahnt hätte dass das passieren würde. Kann man so arglos sein? Ja! Flitterwochen machen eben blind, besonders auf einer so romantischen Insel.

PS Juni 2017: Auch Katy Perry äußert sich nach ihrer 10 Monate dauernden Liaison noch einmal zu Orlando. Focus online berichtet, dass sie sich in einem Live-Stream-Rundumschlag volle 72 Stunden offen wie nie gezeigt hat. Darin hat sie nicht nur Selbstmordgedanken bekannt, sondern auch pikante Bettgeschichten verraten. Anerkennenswert, dass sie keinen ihrer Kerle diskriminiert hat: Es seien tolle Lover gewesen, mit denen sie jederzeit wieder in die Kiste steigen würde.

Aber kleine Unterschiede macht sie schon: Orlando sei der Zweitbeste. Silber für den Frauenversteher! Immerhin. (Gold ging an den Schmusegesangsking John Mayer.)

„Die Seele baumeln lassen“, wie das OK! Magazin konstatiert, ist danach ok, den Rest dagegen müssen wir differenziert betrachten: Er steht nicht nur auf dem Standup-Paddler seinen Mann. Oh nein! Ein Hoch auf Orlando, hoch lebe er, hoch, hoch!

Im Juli 2017 berichtet Stern-Online, was genau sich beim Paddeling in Sardinien abgespielt hat. Kate Perry war das demnach so peinlich, dass sie sich des Vorfalles wegen hat therapieren lassen müssen. Orlando Bloom wollte sie nämlich überreden, sich ebenfalls auszuziehen. Erfolglos zum Glück. Oder?