Inside Sardinien

tauchen_sardinien

Dass ich Sardinienfan wurde, habe ich meiner Leidenschaft für das Wasser zu verdanken. Schon als Gymnasiast zog ich vor der Schule täglich meine tausend Meter Freistil ab. Wann immer sich die Möglichkeit ergab, in ein Gewässer zu springen, konnte ich dem nicht widerstehen. Für die Ferien gab es daher nichts anderes als das Meer. Für einen Wanderurlaub in den Bergen hätte mich niemand begeistern können. Schwimmen und Schnorcheln: Das war meine absolute Lieblingsbeschäftigung!

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Bustianos Weinberg

Letzte Woche habe ich anlässlich meiner Cabrio-Tour 2014* einen Stopp bei Sebastiano, genannt „Bustiano“ eingelegt.  Er wohnt idyllisch am Posada-See im Landesinnern, und darum treffe ich ihn eher selten. Die Freude war daher groß, als wir bei ihm aufschlugen. Wie üblich, werden bei dieser Gelegenheit alte Erinnerungen aufgefrischt. Bustiano erinnerte mich an eine fast vergessene Episode. Es lohnt sich, sie zu erzählen; denn erstens ist sie lustig, und zweitens sind unsere Star-Reporter Béla Réthy und Marcel Reif darin verwickelt.

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Sartiglia of Oristano, traditional carnival of Sardinia, Italy

Sardinien ist bekannt für seine vielen Feste. Ob mit Pferden oder in volkstümlicher Tracht, die Sarden sind gern in Feierlaune. Die Termine für die Ferienzeit von Juni-September sind deshalb auch reichlich. Ich empfehle …

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wurst_essen_sardinien

Sie leben nämlich länger. Nirgendwo sonst auf der Welt, heißt es, gibt es prozentual so viele Hundertjährige wie auf Sardinien. Bemerkenswert daran ist, dass sich die Lebenserwartung von Männlein und Weiblein auf Sardinien nicht signifikant unterscheidet.

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Mesina-mit-Mütze

(Neulinge in diesem Thema sollten mit Teil 1 beginnen)

Als Mesina 2004 begnadigt wurde, war er nach über 50 Jahren Gefängnis bzw. Hausarrest erstmals wieder ein richtig freier Mann. Er hatte alle Höhen und Tiefen seines Knacki- und Promilebens durch- und überlebt. Ein neues Kapitel konnte beginnen. Man durfte gespannt sein, was er mit dieser Freiheit machen würde. Meine Freunde in Sardinien hatten da keinen Zweifel:

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gefaengnis_sassari_01

(Neulinge in diesem Thema sollten mit Teil 1 beginnen)

Dass Graziano Mesina es schaffte, das Kriminellen-Image abzustreifen, ist für mich ohne den  damaligen linken Zeitgeist nicht denkbar. In den Sechzigern und Siebzigern des 20. Jahrhunderts waren Mao, Fidel und Che die Guten, Amerika und sein Vietnamkrieg aber das personifizierte Böse. Ein Mesina kam da gerade recht, um auch Italien als „Hort des Imperialismus“ ins Visier zu nehmen.  Aber war er wirklich der Akteur, zu dem man ihn zu stilisieren versuchte?

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Orgosolo Murales Sardinien

„Unglücklich das Land, das keine Helden hat!“, wird in Brechts „Leben des Galilei“ vorschnell behauptet. Orgosolo müsste demnach glücklich sein; denn Helden gibt es hier. Viele sogar! Aber …

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motorcycle in Alghero

Die Frage nach Literatur für alle, die Sardinien auf zwei Rädern erkunden wollen, ist schnell beantwortet: Es gibt Zweirad-Reiseführer, aber eigentlich braucht man so etwas nicht, denn …

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zeitungsente

Enten gibt es viele, am Po, am Rhein, am Nile. Große und kleine, so schmackhafte wie die Peking- bzw. Sezuan-Ente und alte, zähe wie die “Ente per il turismo sardo”, kurz ESIT genannt. Die Krönung aller Enten aber scheint mir die Zeitungsente zu sein.

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graffiti

Das rauhe Bergland im Herzen Sardiniens hat seit der Antike allen Eroberern widerstanden. Das mussten die Phönizier, die Römer, Spanier und all die erfahren, die den Hirten der Barbagia* ihre eigene Zivilisation aufzwingen wollten. Die Sarden hier hielten unbeirrt an ihren eigenen Bräuchen, Regeln und Gesetzen fest.  Wer das nicht weiß, kann nicht verstehen, 

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