Inside Sardinien

Dieses Foto entstand am 1. Mai. Woran denken Sie? An eine Demo? Etwa für die Frauenquote in Großbetrieben, oder die Befreiung der Frauen aus archaischer Männerherrschaft?  Oder schlicht nur Feministinnen unter sich?

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…sind Geschichte? Gibt es nur noch als Spektakel auf Mittelaltermärkten? Oder wenn, dann allenfalls noch auf Sardinien? Was sagen Sie?

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Sardinien ist zu jeder Jahreszeit reizvoll und voller Überraschungen. Die Karwoche in diesem Jahr (2017) war ganz besonders schön. Warm, wenig Wind, Sonne bis zum Abwinken!  Frei nach Schiller: Es lächelt das Meer, es ladet zum Bade … Wen? Das erraten Sie nicht!

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Die katholische Kirche im Hafen von Porto Cervo ist aus zwei Gründen das vielleicht schönste Wahrzeichen der Costa Smeralda. Erstens wurde sie – Hut ab vor so viel Stilgefühl und Toleranz – von einem Muslim gebaut. Zweitens ist sie das Paradebeispiel für den vom Oberhaupt der Ismaeliten kreierten neosardischen Baustil. Was der beinhaltet, kann man an der 1968 erbauten „Stella Maris“ ablesen.

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Bleiben wir nach dem Besuch von Bosa auf den Pfaden der Geschichte! Die Ruinen von Nora – außerhalb der Stadt Pula gelegen – sind eine weitere Sehenswürdigkeit, die ich meinen Gästen gern empfehle.   Diese im 9. Jahrhundert v. Chr. gegründete Stadt ist zusammen mit Bosa die wohl älteste auf Sardinien. Und, wie sollte es anders sein: Es ist auch eine Gründung der Phönizier und wurde später von den Puniern und Römern bewohnt. Damit aber sind die Parallelen erschöpft.

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Sardinien ist nach Sizilien die zweitgrößte Insel im Mittelmeer. Bis zu 270 km „lang“ und 145 km „breit“, sechsmal so groß wie Mallorca! Wer, wie manch einer sich das vorstellt, die Insel in einem Tag umrunden und „abhaken“ will, wird an seine Grenzen stoßen. Ganz abgesehen davon, dass es ein Jammer wäre, all die Sehenswürdigkeiten im Eilgang erledigen zu wollen.

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Unsere Ferienhausgäste sind wissbegierig und unternehmungslustig. Ich erfülle hiermit den Gästewunsch, Tagesausflüge vorzustellen. Der heutige führt nach Arbatax. Startpunkt ist Budoni.

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Die Sarden waren stets ein eigenbrötlerisches, freiheitsliebendes Volk. Schon in der Antike wehrten sie sich gegen die „Zivilisierung“ durch die Römer und befinden sich damit in allerbester Gesellschaft. Gern wird in diesem Zusammenhang von „Freiheitskämpfen“ geredet. So feiern die Deutschen bis heute den Sieg der Cherusker über die Römer, die Schweizer den über die Österreicher, die Amerikaner den über die Engländer. Die Franzosen bejubeln die Abschaffung des Feudalismus, die Deutschen die des Kommunismus. Gab es da wirklich immer Grund zum Feiern?

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Überall auf der Welt begrüßen Menschen das Neue Jahr mit Knallern und Raketen. Die Farben der Feuerwerke fallen auf eine eher eintönig graue Natur. Bei uns jedenfalls; denn es ist Winter. In Sardinien hingegen grünt und blüht es auch an Sylvester. Erwärmen diese Bilder nicht unser schlechtwetter-gestresstes Gemüt und bringt Vorfreude auf Frühling, Sommer und Sonne:

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Sehen Sie sich das Foto aus dem Garten dieses Ferienhauses in Ottiolu auf Sardinien an! Ist das nicht Balsam für die Seele? Besonders angesichts unseres trostlosen Winterwetters mit grauen Wolken, aber ohne Schnee? Wecken da Sommer und Sonne nicht Sehnsüchte? Allein die Vorstellung davon zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht und bringt mich ins Schwärmen.

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