Inside Sardinien

Die Sarden waren stets ein eigenbrötlerisches, freiheitsliebendes Volk. Schon in der Antike wehrten sie sich gegen die „Zivilisierung“ durch die Römer und befinden sich damit in allerbester Gesellschaft. Gern wird in diesem Zusammenhang von „Freiheitskämpfen“ geredet. So feiern die Deutschen bis heute den Sieg der Cherusker über die Römer, die Schweizer den über die Österreicher, die Amerikaner den über die Engländer. Die Franzosen bejubeln die Abschaffung des Feudalismus, die Deutschen die des Kommunismus. Gab es da wirklich immer Grund zum Feiern?

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Auf Schritt und Tritt begegnet man auf Sardinien archaischen Traditionen. So habe ich z.B. über die „Tenores“ berichtet. Das ist eine Gesangesform, die aus vorgeschichtlicher Zeit stammt und bis heute quicklebendig geblieben ist.  Ganz ähnlich ist es mit der Launedda, der Panflöte der Schäfer und Hirten.

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…lässt die Herzen der Liebhaber historischer Züge höherschlagen. Ich kenne Gäste, die nur der Eisenbahnromantik wegen ihr Sardafit-Ferienhaus gebucht haben und dann überrascht feststellen mussten, dass Sardiniens Strände an Reizen ihrem Liebling in nichts nachstehen.

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Es gibt sie, diese geheimen Orte, weil findige Zeitgenossen den antiken Quellen glauben und es sich zur Lebensaufgabe machen, Mythen zu entschleiern. Meistens werden sie nicht ernst genommen und belächelt. Aber dann findet Schliemann Troja, Carter das Grab des Tutanchamun und die Welt staunt. Die antiken Geschichtsschreiber hatten also doch Recht!

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Lange Zeit haben die Nuraghen der Wissenschaft mehr Fragen als Antworten gegeben. Über Sinn und Zweck dieser steinernen Kolosse rätselt mancher noch heute. Meine sardischen Freunde warten mit allerlei waghalsigen Theorien auf. Um nur einige zu nennen: Wehrtürme! Behausungen! Kultbauten! Telegrafensystem! – All das ist gleichermaßen falsch wie richtig.

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…würden Asterix und Obelix konsterniert konstatieren. In Sardinien werden nämlich zwei Osterfeste begangen, ein großes (pasca manna) und ein kleines (paschixèdda). Für Gallier unverständlich. So etwas Irres können sich nur Hinterhof-Römer ausdenken.

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Es muss ja nicht gerade die Villa von Berlusconi sein, aber ein kleiner schmucker Bungalow am Strand: Das wäre doch was! Wer es probieren will, erhält hier die wichtigsten Informationen.

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Kennt nicht jeder das Geräusch, wenn der Korken aus der Flasche ploppt? Oder Kork als Untersetzer, Fußboden und Pinnwand? Aber haben wir uns schon mal gefragt, wo der Korken eigentlich her kommt? Zum Beispiel von der schönen Insel Sardinien. Dort wachsen viele Korkeichen und es gibt ganze Wälder der mystisch schönen Bäume…

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Beim Begriff „Sardinien“ assoziieren wir Sonne, Sand, Strand und Meer. Jeder denkt natürlich sofort an die Traumstrände, das karibikgleiche Meer und Ferien vom Feinsten. Insider gehen etwas weiter und schließen auch das „Sardinien der Sarden“ ein, über das ich in meinem Blog berichte. Kaum beachtet wird, dass Sardinien eine Flagge hat, auf die jeder Sarde stolz ist, die trotzdem aber Fragen aufwirft. Es geht um die „Bandiera dei Quattro Mori.“

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„Romkerhall, im Harz“, antwortete mir mein Schwager Elmar gelangweilt. „Wird jedenfalls behauptet. Stimmt aber nicht. Dieses Königreich ist ein Fake, eine Erfindung findiger Kaufleute, ein Werbegag, pure Phantasie und sonst gar nichts. Aber wie ich Dich kenne, willst Du mir bestimmt irgendetwas mit Sardinien unterjubeln.“ 

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