Sardiniens Strände: Heute „Li Cossi“
Sardinien punktet immer und immer wieder mit absoluten Traumstränden. Sie sind über die ganze Insel verteilt. Auch Li Cossi gehört hier erwähnt.

Die wunderschöne Bucht mit smaragdgrünem und glasklarem Wasser ist von roséfarbenden Felsen und grünen Macchia-Gewächs umringt. Li Cossi gehört zu Sardiniens Vorzeigestränden und liegt an der Costa Paradiso. Einmalig schön und eindrucksvoll. Er erinnerte mich an den Lago di Curcurica in Cala Liberotto, der sich in „unserem Reich“ befindet. Hier ist es aber nicht ein Bach, der für die Einmaligkeit verantwortlich ist, sondern ein Fluss, der direkt hinter dem Strand einen herrlichen Süßwassersee bildet. (Unseren Gästen in Cala Liberotto empfehle ich, einen Strandtag dort einzulegen und abwechselnd im Süß- und im Salzwasser zu schwimmen.)

Was Li Cossi neben seinem bezaubernden Farbenspiel noch zu einem besonderen Ort macht, ist der schon erwähnte Bach. Auch er bildet einen – natürlich deutlich kleineren – Lagunensee im hinteren Teil der Bucht. Den Namen hat der Strand diesem Bach zu verdanken.

Von einem überaus beeindruckenden Amphitheater aus Felsen umgeben, wird Li Cossi so zu einer windgeschützten Bucht. Die rauhen Steilhänge aus Granit sind bedeckt von der dunkelgrünen Macchia. Der goldene Sandstrand und die intensive Farbe des Meeres geben den idealen Bruch und machen das Farbenspiel perfekt.

Zur Hauptsaison ist er leider wegen seiner Bekanntheit und Schönheit sehr überfüllt. Zur Nebensaison ist er sehr zu empfehlen. Ideal auch für Taucher, Schnorchler und Familien mit kleinen Kindern. Der flach abfallende Strand ist bestens zum Baden und für spielende Kinder geeignet. Das zusätzliche Angebot besteht aus einem weitläufigen Parkplatz, Cafés und Restaurants. Man kann hier außerdem Sonnenschirme, Liegen, Tretboote und Boote mieten.

Den Strand erreicht man über die Provinzstraße 200, indem man der Straße zur Costa Paradiso folgt und nach Straßenkilometer 32 zum Parkplatz gelangt. Den Strand erreicht man in ca. 10 Minuten zu Fuß entlang eines Weges, der etwa einen halben Kilometer lang ist. Der Weg verläuft parallel zum Meer.

Ein Spazierweg von etwa 400 Metern führt hinunter zu dem kleinen Hafen von Li Cossi. Er schlängelt sich durch die Gesteinsformationen und endet in einer markanten Felsenfreitreppe. Entlang der Küste warten die kleinen Buchten von Porto Leccio darauf entdeckt zu werden. Oder andere genießen die Abgeschiedenheit der Spiaggia di Li Tinnari.

Ja, Li Cossi ist durchaus einen Ausflug wert. Ich beschreibe ihn hier, um der Liste der einmaligen sardischen Strände um einen weiteren hinzu zu fügen. Allerdings bin ich der Meinung, dass „unser“ Lago di Curcurica den Direktvergleich um Längen gewinnt. Der gehört nämlich zu einem Naturschutzgebiet und ist zu keiner Jahreszeit überfrequentiert.

Dass mir dabei auch ein wenig Lokalpatriotismus die Feder geführt hat, möge der Leser mir verzeihen.

Mit einem sardischen “Adiosu” verabschiedet sich für heute

Joachim Waßmann