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Autor: Joachim Wassmann

Mit Marcel Reif und Béla Réthy auf Sardinien unterwegs

Letzte Woche habe ich anlässlich meiner Cabrio-Tour 2014* einen Stopp bei Sebastiano, genannt „Bustiano“ eingelegt.  Er wohnt idyllisch am Posada-See im Landesinnern, und darum treffe ich ihn eher selten. Die Freude war daher groß, als wir bei ihm aufschlugen. Wie üblich, werden bei dieser Gelegenheit alte Erinnerungen aufgefrischt. Bustiano erinnerte mich an eine fast vergessene Episode. Es lohnt sich, sie zu erzählen; denn erstens ist sie lustig, und zweitens sind unsere Star-Reporter Béla Réthy und Marcel Reif darin verwickelt. 1990 war das! Lange her, aber wer erinnert sich nicht gern daran: WM in Italien, Endspiel in Rom, Deutschland siegt...

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Feste feiern auf Sardinien!

Sardinien ist bekannt für seine vielen Feste. Ob mit Pferden oder in volkstümlicher Tracht, die Sarden sind gern in Feierlaune. Die Termine für die Ferienzeit von Juni-September sind deshalb auch reichlich. Ich empfehle … folgende Feste: 21.06.2014 Isola Birra in Gonnesa Einmal im Jahr treffen sich Bierliebhaber von der ganzen Insel im Südwesten Sardiniens, um das in Handarbeit hergestellte Bier zu genießen. Beim Isola Birra Fest am vorletzten Juni-Wochenende in Gonnesa findet man kleine sardische Brauereien, die ihre Produkte in Handarbeit herstellen. 21. – 29.06.2014 SardegnaPride in Alghero Die Regenbogenparade zieht in diesem Jahr mit Karren, Musik und viel...

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Die Sarden beweisen es: Wer sich gesund ernährt, wird alt!

Sie leben nämlich länger. Nirgendwo sonst auf der Welt, heißt es, gibt es prozentual so viele Hundertjährige wie auf Sardinien. Bemerkenswert daran ist, dass sich die Lebenserwartung von Männlein und Weiblein auf Sardinien nicht signifikant unterscheidet. Gute Ernährung wird bei diesem Rekord sicher eine Rolle spielen. Obwohl: Das Allheilmittel „Fisch“, der mehrfach ungesättigten Fettsäuren wegen als das Non-plus-ultra hochgelobt, spielte in der sardischen Tradition keine Rolle. Die Sarden sind zwar ein Inselvolk, haben aber eine tief sitzende Antipathie gegen das Meer. Über das Meer kamen die diversen Eroberer, und in den Sümpfen im Küstenbereich herrschte die Malaria-Mücke. „Alles Übel...

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Trilogie über Graziano Mesina – Teil 3 „Das Ende“

(Neulinge in diesem Thema sollten mit Teil 1 beginnen) Als Mesina 2004 begnadigt wurde, war er nach über 50 Jahren Gefängnis bzw. Hausarrest erstmals wieder ein richtig freier Mann. Er hatte alle Höhen und Tiefen seines Knacki- und Promilebens durch- und überlebt. Ein neues Kapitel konnte beginnen. Man durfte gespannt sein, was er mit dieser Freiheit machen würde. Meine Freunde in Sardinien hatten da keinen Zweifel: „Der ist ein gebrochener Mann. Wenn er schon den Präsidenten der Republik um Gnade anbettelt, passiert nicht mehr viel!“ Damit meinten sie die Blutrache und die Begleichung der noch offenen „Rechnungen“. Sie sollten Recht behalten, aber...

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Trilogie über Graziano Mesina – Teil 2 „Der Held“

(Neulinge in diesem Thema sollten mit Teil 1 beginnen) Dass Graziano Mesina es schaffte, das Kriminellen-Image abzustreifen, ist für mich ohne den  damaligen linken Zeitgeist nicht denkbar. In den Sechzigern und Siebzigern des 20. Jahrhunderts waren Mao, Fidel und Che die Guten, Amerika und sein Vietnamkrieg aber das personifizierte Böse. Ein Mesina kam da gerade recht, um auch Italien als „Hort des Imperialismus“ ins Visier zu nehmen.  Aber war er wirklich der Akteur, zu dem man ihn zu stilisieren versuchte? Nach dem Ehrenmord im Jahr 1962 wurde Mesina zu 24 Jahren Haft verurteilt. Im Januar 1963 misslang ein erster Fluchtversuch aus...

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